Wir haben immer noch das Problem mit unserer Fluggesellschaft, die es nicht mehr gibt und dementsprechend mit unserem Ticket, was nicht mehr gilt.

Ulrike fährt schon früh mit dem Taxi zum Flughafen, um herauszufinden, wie wir hier wieder wegkommen.

Leider kommt sie ohne Flug wieder zurück.

Es ist ein Regentag! Wir hängen im Hotel ab und als der Regen nachlässt fahren wir wieder zum Flughafen, diesmal alle zusammen. Wir verbringen dort erneut Stunden, stehen in Schlangen (wie viele andere), warten auf Informationen (wie viele andere) und ergattern tatsächlich einen Ersatzflug für uns Drei für morgen Abend!

 

Uff!

 

Erleichtert fahren wir zum Hotel zurück und frohen Mutes buchen wir für den Nachmittag eine „Butterfahrt“ nach Tabatinga, Brasilien.

Die Grenzstädte Leticia und Tabatinga sind praktisch zusammengewachsen und durch den Touristenverkehr sind diese pauschalen Fahrten entstanden. Wir brauchen keinerlei Papiere, wir passieren auch keine Kontrollen, sondern wir werden in Geschäfte geführt, in denen wir irgendetwas kaufen sollen, was touristisch vermarktet wird. Nach dem 2.Geschäft und einigen Diskussionen wird dem Fahrer klar, dass uns das nicht interessiert (wenn es ihm auch nicht gefällt, ich nehme an, ihm geht Provision verloren) und er fragt uns, was wir denn gerne sähen. Wir entscheiden uns für ein Militärgelände, in dem es eine Wildtierauffangstation gibt mit Tieren, die vom Militär aus illegalem Besitz konfisziert wurden.

 

 

Ein schrecklicher „Zoo“ erwartet uns. (Wir waren vorbereitet, wir hatten uns das schon gedacht). Unser Fahrer, der uns begleitet fragt nach, was uns denn nicht gefiele und nach längeren Erklärungen und Diskussionen sieht er das Gelände dann auch mit anderen Augen, vor allem sieht er jetzt auch die Tiere. Insofern hat unser Besuch doch etwas Gutes bewirkt und wir sind nicht allzu frustriert.

 

 

Zum Abschluss bringt uns der Fahrer ans Flussufer, wo es einige Tavernen gibt zu denen die Touristen gekarrt werden. Wir trinken den obligatorischen Caipirinha mit viel Eis, der im Ausflugspreis inbegriffen war und wischen die leisen Zweifel über die eventuell unzureichende Wasserqualität kurzerhand aus dem Weg.

 

 

Es ist schon dunkel, als wir ins Hotel zurückkommen und wir gehen in ein uns empfohlenes Restaurant zum Abendessen. Das Ceviche war sehr gut, der Rest war nicht unbedingt empfehlenswert. Dementsprechend müssen wir mit viel Rum nachspülen, den wir auf dem Heimweg in einem Getränkeladen käuflich erwerben.

 

 

Es ist unser letzter Abend am Amazonas und wir sitzen noch lange quasselnd am Hotelpool. Wir sind gespannt, was uns im Laufe dieser Reise noch so alles erwartet…